Beim Weichteilrheuma empfinden die Patientinnen und Patienten meistens am ganzen Körper Schmerzen, oft sogar in Ruhe, fast immer aber bei Bewegung und Belastung. Die Beschwerden werden häufig sehr stark empfunden.

Viele Muskeln und Sehnenansätze sind bei Druck durch den untersuchenden Arzt sehr schmerzhaft.

Häufig haben die Betroffenen das Gefühl der Abgeschlagenheit bis hin zu depressiven Verstimmungen.

Die Beschwerdemuster werden häufig in den Begriffen Fibromyalgie oder somatoforme Schmerzstörung zusammengefasst.

Im Gegensatz zu den stark empfundenen Beschwerden sind nachweisbare organisch krankhafte Veränderungen bei der körperlichen Untersuchung praktisch nicht zu finden. Auch die radiologischen, sonografischen oder nuklearmedizinischen Untersuchungen zeigen keinen krankhaften Befund. Im Blut sind ebenfalls keine Veränderungen festzustellen.

Gleichwohl müssen die Patientinnen und Patienten ernst genommen werden, weil sie real den Beschwerdedruck verspüren.

Bei starken Beschwerden kann kurzfristig eine Therapie mit nicht steroidalen Antirheumatika den Schmerz lindern; langfristig helfen aktive Bewegungsübungen gepaart mit Entspannungstraining, oft unterstützt durch eine psychotherapeutische Betreuung.